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Düsenantrieb

Im Moment geht alles so schnell ... Und es gilt so viel, jeder Schritt jetzt. Manchmal wird mir übel davon. Es war einfacher, als das alles nicht so wichtig war, weil die Verantwortung nie sehr weit reichte.
Jetzt sind Menschen eingespannt und ich glaube, auch sie zu enttäuschen, wenn ich ihre Arbeit für mich nicht würdige, indem ich sie zu einem Ende bringe - zu einer guten Installation.
Und gleichzeitig schießen die Ideen koordinierter als vorher durch meinen Kopf, irgendwie lernt man in diesem reichlich wirren - weil freien - Studium doch sehr viel, wenn man es schafft, sich selbst eine Struktur zu geben.

Es steht nun zur Probe, ob das, was ich mir erarbeite, zählt. Und damit mein ich nicht nur die verfluchte Jahresausstellung. Natürlich auch, was glaubt ihr denn. Ich bin ja doch recht eitel.
3.12.08 21:35


Ich bin offenbar völlig unfähig, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und zu stolz, es jemandem anzuvertrauen.
Heißt jetzt was?
3.8.08 12:43


Deine Seele verkaufst du in der Kunst wahrscheinlich nur so lange, bis du merkst, dass du beileibe nicht der einzige interessante Mensch auf der Welt bist und es auf Dauer müßig ist, sich immer die Seelenqualen abzupressen, um Arbeiten hinzubiegen.
Danach beginnt ein anderer Druck. Eine Öffnung zur Welt, Beobachten, Nachdenken, Wegesuchen. Irgendwo da bin ich jetzt, aber irgendwie macht es das nicht einfacher.
Ich setze mich unter Druck, vielleicht zu sehr, weil von außen wenig kommt, und stöhne jedes Mal unter der Last, wenn mein Arbeiten aus dem Gleichgewicht kommt. Jetzt gerade wieder. Warum? Weil ich zu dumm zum Fragen bin oder zu schüchtern oder was auch immer. Weil ich weiß, was ich will, aber nicht wie es geht.
Das ist so bescheuert.
25.6.08 17:03


Der innere Wandel, in dem ich mich befinde, schreibt sich in den letzten Wochen in mein Leben ein. Es sind unscheinbare Dinge, die sich verändern, aber sie ergeben ein ganz anderes Bild.

Aber es ist erst der Weg. Wenn ich stehen bleibe, werde ich unruhig; die Tage sind lang und wenn ich nach Hause komme, sickert mein Körper wie schwerer Sirup in die Kissen. Und das ist gut so.

Ich träume dann sehr intensiv und kann mich erstaunlich klar erinnern. Wirklich seltsam sind aber die Themen. Dass Mr. Ex wieder aufgetaucht ist, hat mich wütend gemacht, verwunderlich war es nicht. Nur sind einige Tage? Wochen? später nach und nach andere Menschen aus meiner Vergangenheit aufgetaucht. Konfliktsituationen, Vorurteile, zum Teil sehr Banales. Ich habe zum ersten Mal - so weit ich mich erinnere - von meinem? einem? Vater geträumt, sehr lang und wirr und habe ... gestaunt.

Es ist, als würde mein Unterbewusstsein aufräumen. Und ich mache mit. Es wird auch langsam Zeit.
Vor allem hat er nichts mehr in meiner Welt zu suchen. Nachtragend? Jein. Eben nicht - also: selten - auf unsere Geschichte bezogen, sondern auf sein jetziges Verhalten. Ich bin unheimlich wütend auf mich, wann immer ich darauf anspringe. Aber einem Menschen Liebenswürdigkeit und Wert vollkommen abzusprechen, mit dem man eine mehrjährige Beziehung hatte, ist so ... verflucht unreif. Als würde man ein anspruchsvolles Gericht durch Stümperhaftigekit versauen und dann dem Rezept oder den Zutaten die Schuld dafür geben. Klar lag da einiges im Argen - es gibt Tagebücher -, aber geliebt haben wir uns, auch wenn ich als Gestörte rausgekommen bin. Da kann ich ihm sogar zustimmen.

Immer dieselbe Leier, ich weiß. Darum räum ich ja auf. Und werfe weg.

26.4.08 17:38


Die Entwicklung, welche sicher in den letzten Monaten begonnen hat, verdichtet sich seit Silvester zu einer Reihe von schlaflosen Nächten und ruhelosen Tagen. Erkenntnisse - Ansätze und Schlüsse - folgen eng auf einander, ohne sich in meinem Kopf hoffnungslos zu verwirren.

Polyamorie funktioniert vielleicht einfacher und weniger klischeebehaftet als befürchtet. Ich brauche keine fiktiven Texte mehr, um meine Gedanken loszuwerden - durch die Beschäftigung mit unkonventionellen Wegen in der Kunst verlagern sich die Ideen in sinnliche Konzepte. Solange ich nicht dazu fähig bin, die Arbeiten rein intuitiv ergreifbar zu gestalten, kann ich sie durch Texte ergänzen - Daniel Buren zeigt mir, wie. Menschen, die zu viel denken, können sehr progressiv sein. Es kommt nur darauf an, wie tatkräftig sie sind bzw. ob sie den Bereich [die Bereiche] finden, in denen sie eine treibende Kraft sein können ...
Es ist ein Rausch.



Dass ein besonderer Mensch daran besonderen Anteil hat, wird kaum verwundern - aber seltsamerweise verbringen wir kaum Zeit mit einander. Keiner bestimmt den Tagesrhythmus des anderen, noch ist der Gedanke ständig da oder der Drang, sich zu sehen. Und dennoch wirken unsere Gespräche alle paar Tage wie ein Katalysator auf die Denkmaschine und auch das Herz hat seine helle Freude an dem Aufruhr.

Nur das Einschlafen ist schwierig.
26.1.08 02:28


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